Landwirtschaftliche Arbeitnehmer: 960 € Zusatzrente ab 1. Juli 2009

Geldscheine

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Bundesrat und Bundestag haben den langjährigen Initiativen der Tarifvertragsparteien zur Erhöhung und Erweiterung der Zusatzversorgung für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft zugestimmt und sie in entsprechende Gesetze „gegossen”. Heute beträgt die monatliche Altersrente für landwirtschaftliche Arbeitnehmer für Männer im Westen 867 € und im Osten 926 €. Für Frauen liegt die Altersrente im Durchschnitt bei 560 € im Westen und 749 € im Osten. Die jetzige Zusatzrente für landwirtschaftliche Arbeitnehmer beträgt 744 € pro Jahr.

Die Zusatzrente erhalten alle landwirtschaftlichen Arbeitnehmer in Westdeutschland, Thüringen und Berlin sowie eine geringe Anzahl von tarifvertraglich gebundenen Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Diese Zusatzrente für landwirtschaftliche Arbeitnehmer setzt sich aus einer tarifvertraglichen und einer gesetzlichen Komponente zusammen, die sich gegenseitig bedingen. Liegt kein Tarifvertrag vor, gibt es keine gesetzliche Leistung.

Die IG Bauen-Agrar-Umwelt fordert die nicht tarifvertragsgebundenen Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen auf, endlich in die landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände einzutreten, damit ihre Arbeitnehmer auch die Zusatzrente erhalten können.

Der monatliche Beitrag der Arbeitgeber an das Zusatzversorgungswerk für Arbeitnehmer in der Land- und Forstwirtschaft beträgt 5,20 € pro versicherten Arbeitnehmer.

Dass bei diesen niedrigen Beitragssätzen den landwirtschaftlichen Arbeitnehmern in den nicht tarifvertragsgebundenen Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen die 960 € Zusatzrente pro Jahr vorenthalten werden, ist für die IG Bauen-Agrar-Umwelt nicht nachvollziehbar.

Hans-Joachim Wilms, Stellvertretender Bundesvorsitzender der IG BAU, bedankt sich ausdrücklich bei der SPD-CDU-Koalitionsregierung, aber auch bei den Fraktionen Bündnis 90/Grüne und Die Linke für die Unterstützung des Gesetzesvorhabens.