EWSA will bessere Arbeit in der Landwirtschaft

Im Stall

© IG BAU

Bis in der Landwirtschaft der EU überall von guter Arbeit die Rede sein kann, muss noch eine Menge passieren. Darauf verweist eindringlich eine Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA), in der eine Mitteilung der EU-Kommission zu mehr Beschäftigung in der Landwirtschaft ergänzt wird. Berichterstatter ist Hajo Wilms.

Die Kommission, so kritisiert der Ausschuss, ist zu sehr darauf fixiert, den Arbeitskräftebedarf durch mehr Mobilität zu decken. Es reicht doch nicht, immer weitere billige Arbeitskräfte aus noch weiter entfernten Regionen nach Europa zu holen. Die Arbeitsplätze müssen auch attraktiv sein, wendet der EWSA ein.

An Mobilität fehlt es ja nicht. Um die fünf Millionen Wanderarbeitnehmer in Europa beweisen das. Aber sie finden schlechte Bedingungen vor: Verstöße gegen geltende Gesetze, mangelnde Information über ihre Rechte, miserable Unterkünfte in Ghettos. Soziale Gleichstellung, wie sie das Europäische Sozialmodell anstrebt, erfordert dagegen durchgängige soziale Sicherung der Saisonarbeitskräfte, ihre Integration in das Rentensystem des Ziellandes, Information über Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Muttersprache, umfassende Krankenversicherung und Grundstandards für menschenwürdige Unterkünfte. Die Stellungnahme wird auf der Webseite dieser Zeitung zu finden sein. Der EWSA hat die Aufgabe, die EU-Kommission, das EU-Parlament und den Ministerrat in wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen zu beraten. Zu seinen 344 Mitgliedern gehören Vertreter der Arbeitgeber, der Gewerkschaften - darunter auch der IG BAU - sowie anderer Interessengruppen.

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