Bundesfachgruppenkonferenz und Arbeitsschutz: Partnerschaft für Prävention

Bundesfachgruppenvorsitzende

Von links: Harald Schaum, Bundesvorstandsmitglied der IG BAU, mit den drei neuen Bundesfachgruppenvorsitzenden: Jutta Lehne (Gartenbau), Shenja Bäumer (Floristik) und Korbinian Sedlmaier (Landwirtschaft)
© Franz Brück / IG BAU

Im Anschluss an die Bundesfachgruppenkonferenzen der Branchen Landwirtschaft, Gartenbau und Floristik fand am 9. November 2012 in Göttingen eine gemeinsame Arbeitsschutzkonferenz für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unter dem Motto „Partnerschaft für Prävention“ statt. Die Zusammenführung dieser drei „grünen Branchen“ in einem Vorstandsbereich war für das zuständige Vorstandsmitglied Harald Schaum ein willkommener Anlass, in diesem Jahr eine gemeinsame Veranstaltung stattfinden zu lassen.

 

Eckhard Stoermer

Eckhard Stoermer, IG BAU Regionalleiter Niedersachsen
© Franz Brück / IG BAU

Im Rahmen der europaweiten Kampagne 2012-2013 unter der Schirmherrschaft der europäischen Arbeitsschutzagentur OSHA und mit deren finanzieller Unterstützung knüpft die IG BAU an die bisher durchgeführten Arbeitsschutzkonferenzen zu Muskel- und Skelett-Erkrankungen, Gefährdungsbeurteilung und sichere Instandhaltung an. „Partnerschaft für Prävention“ – dafür wirbt Eckhard Stoermer, Regionalleiter der IG BAU Niedersachsen und zugleich alternierender Vorsitzender der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Niedersachsen-Bremen. Er begrüßt die Konferenzteilnehmer und berichtet von Aktivitäten aus seiner Region.

Die am Vortag gewählten Vorsitzenden der Bundesfachgruppen Jutta Lehne (Gartenbau), Shenja Bäumer (Floristik) und Korbinian Sedlmaier (Landwirtschaft) stellen sich den teilnehmenden Bundesfachgruppenmitgliedern, Betriebsräten, Vizepräsidenten von Landwirtschaftskammern und alternierenden Vorsitzenden der Berufsgenossenschaften vor und berichten, mit welchen Erwartungen und Zielen sie ihre neue Funktion angehen wollen.

Harald Schaum machte in seinem Referat deutlich, dass Prävention und Arbeitsschutz immer einen hohen Stellenwert haben, es in den kommenden Tarifrunden darauf ankomme, Arbeitnehmerrechte weiter zu stärken durch die Aushandlung fairer Löhne und sozialverträglicher Rahmenbedingungen für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

 

Arbeitsschutz in Europa

Arnd Spahn

Arnd Spahn
© Franz Brück / IG BAU

Arnd Spahn berichtete aus seiner Sicht als europäischer Agrarsekretär über die lange Zusammenarbeit mit der EU-OSHA und deren Ergebnisse (siehe Präsentation im Download-Link unten), z.B. Broschüren zu Instandhaltung von Landmaschinen, Beobachtungstellen für Muskel- und Skeletterkrankungen, EU-Projekte zur Gefährdungsbeurteilung, usw. Zugleich informierte er über den Stand der Prävention und des Arbeitsschutzes bei unseren europäischen Partnerorganisationen und auf EU Ebene.

 

Umstrukturierung der LVS

Kätchen Nowak

Kätchen Nowak
© Franz Brück / IG BAU

Kätchen Nowak, Mitglied des Vorstandes des Spitzenverbandes der landwirtschaftlichen Sozialversicherung (LSV) gab einen kurzen Rückblick über den Prozess der Umstrukturierung der LSV zur Errichtung eines Bundesträgers. Für die Arbeitnehmervertreter kam es darauf an, ihre Forderungen nach einer Parität in der Unfallversicherung und einem qualifizierten Mitbestimmungsrecht in den Regionalbeiräten durchzusetzen. Sie schilderte die schwierige Geburt des Gesamtprojektes der LSV, in dessen Rahmen Beschlüsse zur Prävention, Parität in dem Unfallverhütungsausschuss und Stärkung der Arbeitnehmerbank gefasst wurden und diese in der Satzung vereinbart werden sollen. Ab Januar 2013 wird eine neue Selbstverwaltung die Geschicke des Bundesträgers unter der Bezeichnung „Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)“ lenken. Diese ist drittelparitätisch besetzt.

Die 70 Teilnehmer an der Arbeitsschutzkonferenz konnten in Diskussionsrunden zwischen den Referaten Fragen stellen und sich über ihre praktischen Erfahrungen austauschen. Fazit: Es war eine erfolgreiche Veranstaltung, die auch in den folgenden Jahren fortgesetzt werden sollte.

 

Folgende Dokumente zur Konferenz können hier abgerufen werden:

 

Weitere Informationen:

 

So sollte Arbeitsschutz nicht aussehen:

OSHA Wettbewerb

© Josef Hinterleitner / OSHA