Forderung zur Bundesempfehlung Landwirtschaft 2012 beschlossen

Am 28. März 2012 hat die Bundestarifkommission Landwirtschaft der IG BAU die Forderung zur Bundesempfehlung Landwirtschaft 2012 beschlossen.

Unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten erhebt die Bundestarifkommission nachfolgend genannte Forderungen - bezogen auf einen Zeitraum von 12 Monaten:

  1. Anhebung der Löhne um 5,9 %
  2. Anhebung der Gehälter um 5,9 %
  3. Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 10 %
  4. Weitere Umsetzung der im Jahr 2010 vereinbarten Bundesempfehlung Landwirtschaft zur schrittweisen Annäherung der Löhne und Gehälter in den Tarifgebieten mit niedrigem Niveau

Die Bundestarifkommission vertritt den Standpunkt, dass die Lohn- und Gehaltsschere zu anderen vergleichbaren Wirtschaftsbereichen, bei der Leistung, die die Beschäftigten in der Landwirtschaft bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen sowie in Schichten erbringen, endlich zügig geschlossen werden muss.

Auch in der Landwirtschaft werden qualifizierte Fach- und Führungskräfte immer knapper. Ein attraktiver Ausbildungsberuf wie der des Landwirtes, der umfangreiches Wissen in Tier- oder Pflanzenproduktion, Vermarktung aber auch im Umweltschutz sowie in der Bedienung hochtechnisierter Maschinen verlangt, verdient eine angemessene Ausbildungsvergütung.

„Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die mit ihrer hochqualifizierten Arbeit dazu beitragen, sichere und gesunde Nahrungsmittel zu produzieren, haben Anspruch auf eine Vergütung, die ein auskömmliches Einkommen gewährleistet und damit zukünftige Altersarmut vermeidet”, erklärt Harald Schaum, zuständiges Bundesvorstandsmitglied der IG BAU für den Bereich der Landwirtschaft zur Forderung der Bundestarifkommission.

IG BAU Brancheninfo Landwirtschaft


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